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Michael Gailit:
Die "Schübler"-Choräle - Beobachtungen von verschiedener Art
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Üblicherweise wird der Weg in die Tiefe der Choralbearbeitungen Johann Sebastian Bachs über die Sammlungen „Orgelbüchlein“, „Leipziger Choräle“ oder „Clavierübung III“ gegangen. Die „Schübler"-Choräle sind bei Spieler und Hörer beliebt, stehen aber von der inhaltlichen Rezeption her etwas abseits und nehmen der Anzahl nach eine weniger gewichtige Position in Bachs Schaffen ein.
Während aber bei den anderen Orgelwerken Bachs die Verwendungsart im Gottesdienst nur vermutet werden kann, wissen wir etwa beim ersten Choralvorspiel quasi auf die Minute genau, wann die Musik zum erstenmal im Gottesdienst erklungen ist. Diese enge Verbundenheit mit dem Ritus und die bedeutenden Inhalte machen die „Schübler“-Choräle zu einem bedeutenden Beitrag zur Gattung Choralvorspiel.
(Erstveröffentlichung in: Österreichisches Orgelforum, Heft 2001/4, Wien.)
Die "Schübler"-Choräle - Beobachtungen von verschiedener Art
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Üblicherweise wird der Weg in die Tiefe der Choralbearbeitungen Johann Sebastian Bachs über die Sammlungen „Orgelbüchlein“, „Leipziger Choräle“ oder „Clavierübung III“ gegangen. Die „Schübler"-Choräle sind bei Spieler und Hörer beliebt, stehen aber von der inhaltlichen Rezeption her etwas abseits und nehmen der Anzahl nach eine weniger gewichtige Position in Bachs Schaffen ein.
Während aber bei den anderen Orgelwerken Bachs die Verwendungsart im Gottesdienst nur vermutet werden kann, wissen wir etwa beim ersten Choralvorspiel quasi auf die Minute genau, wann die Musik zum erstenmal im Gottesdienst erklungen ist. Diese enge Verbundenheit mit dem Ritus und die bedeutenden Inhalte machen die „Schübler“-Choräle zu einem bedeutenden Beitrag zur Gattung Choralvorspiel.
(Erstveröffentlichung in: Österreichisches Orgelforum, Heft 2001/4, Wien.)